Festspiel "Eisenzeit" – eine Zeitreise ins Hüttenwerk
Der Kerschgeist, der "Gras-Ober" und das ewige Leben: Der Brandner Kaspar und der Stolln zum Paradies
Der bekannte, altbayerische Stoff von Franz von Kobell erweist sich als zeitloser Publikumsrenner. Das Neue an der Bodenwöhrer Variante des Brandner Kaspar: Die philosophische Betrachtung über Sinn und Unsinn des Seins, über Moral und ihre Folgen sowie die unsterbliche Frage nach dem "Danach" wird zum Rahmen Bodenwöhrer Hüttenwerksgeschichte. Das Stück behandelt die wesentliche Epoche ab 1692, als Erz in der Umgebung gefunden wurde und der Abbau in Schwung kam, das Hüttenwerk in Staatseigentum kam und wesentliche Grundzüge des modernen Ortes entstanden. Gerade das Thema Bergbau in Bodenwöhr fristete bis dato ein Schattendasein, da die Zechen im 19. Jahrhundert unrentabel wurden und die örtliche Überlieferung sie aus den Augen verlor.
Termine Festspiel:
Freitag, 01.07.2011, 18:00 Uhr Räuber Hotzenplotz, 21:00 Uhr Brandner Kasper
Samstag, 02. Juli 2011, 18:00 Uhr Räuber Hotzenplotz, 21:00 Uhr Brandner Kasper
Sonntag, 03. Juli 2011, 18:00 Uhr Räuber Hotzenplotz, 21:00 Uhr Brandner Kasper
Weitere Termine zur Eisenzeit:
Samstag, 14. Mai 2011, 19:00 Uhr, Sitzweil zur Eisenzeit, Brauereigasthof Jacob, Bodenwöhr
Sonntag, 29. Mai 2011, Szenische Führungen durch Bodenwöhr, Ortsmitte Bodenwöhr
Donnerstag, 23. Juni 2011, Szenische Führungen durch Bodenwöhr, Ortsmitte Bodenwöhr
Samstag, 20. August 2011, Szenische Führungen bei Nacht, Ortsmitte Bodenwöhr
Kartenvorverkauf: Tourismusbüro Bodenwöhr, Tel. 09434 902273
Weitere Infos: www.eisenzeit.net
Preise: Überdachte Tribünen-Plätze: Erwachsene 10,00 €, Kinder 7,00 €
Parkett: Erwachsene: 8,00 €, Kinder 5,00 €
1695. Rund um das Bodenwöhrer Hüttenwerk treiben Bergleute mächtige Stollen in die Erde, viele Lafter tief. Der Kurfürst ist mit der wirtschaftlichen Ausbeute seiner frühindustriellen Anlage aber nicht zufrieden. Er geht dem Ingolstädter Spekulanten Baron von Wurmb auf den Leim – zum Leidwesen des pfiffigen Alt-Schmelzers Kaspar Brandner, der trotz des Verlustes seines Sohnes vor zwei Jahren im Stollen den Lebensmut nicht verloren hat. Entsprechend widerborstig reagiert der alte Haudegen, als ihn der Boandlkramer trotzdem holen will – der Rest ist bekannt und hat mit viel Kerschgeist zu tun. Dass im Paradies die Bergmanns-Patronin Barbara als Schutzheilige darüber wacht, dass der Erzengel Michael nicht gar so bürokratisch ist und dass sich Abt Botho, der Gründer Bodenwöhrs, um die einsame Witwe des Bayern-Herzogs Tassilo kümmert (der noch im Fegefeuer sitzt), ergänzt die irdischen Intrigen um den fast vergessenen Bergbau in Bodenwöhr, der bis zur 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts boomte. Und warum die Obrigkeit den Hüttenwerks-Oberverwalter Wagner festsetzte und was eine Hexe aus "Plößberg bei Eger" damit zu tun hat, erfahren die Besucher des Festspiels "Der Brandner Kaspar und der Stolln zum Paradies" ebenfalls.
Tickets zum Online-Reservieren oder Selbstausdrucken unter:
www.okticket.de
Suchwort: Bodenwöhr